Tipps zu Führung und Mitarbeitermotivation (2) - Wie Sie wirksam Danke sagen

Danken und dankbar sein sind Ausdruck von Wertschätzung - auch oder gerade bei der Mitarbeiterführung

Dankbar sein und Danksagen gehören zu den unmittelbarsten Formen der Wertschätzung und damit auch der wertschätzenden Führung.

 

Grundvoraussetzungen für eine gutes "Danke"

  • Es darf nicht floskelhaft sein.
  • Danken verschafft Aufmerksamkeit. Diese lenken Sie aber nur dann auf Ihr „Danke“, wenn es von Herzen kommt und der andere dies auch merkt. Ein aufrichtiges „Danke“ öffnet Türen und Herzen.
  • Auch hier macht der Ton die Musik. Ein begeistertes, emotionales „Danke“ (z. B. mit dem Tenor „Super, dass dies (noch) geklappt hat. Das hilft mir wirklich weiter.“) wirkt motivierend.

Was macht ein "gutes Danke" aus? Ganz einfach: je konkreter, umso besser

 

Denn noch stärker wirkt ein „Danke“, wenn Sie auch klar herausstellen, wofür Sie sich bedanken und welchen Nutzen Sie erfahren haben. So kann der andere klar (und besser) erkennen, warum es Ihnen weitergeholfen hat. Mit dem Dank ist es wie mit den Zielen: je konkreter und je positiver der Dank, umso besser.

 

Ein „gutes Danke“ stärkt die Beziehungen. Das rein floskelhafte, oft schon reflexartige "Danke" ist hingegen lediglich meist nur Ausdruck der Höflichkeit, weil „man“ eben Danke sagt. Insoweit ist seine Wirkung begrenzt. Auch wenn es definitiv besser ist, als gar nichts zu sagen.

 

Für ein "gutes Danke" geht es darum, zunächst den Blick überhaupt (wieder) zu öffnen. Und zwar darauf, wofür man sich alles bedanken könnte. Also auch zu reflektieren, was man vielleicht schon viel zu lange einfach als selbstverständlich genommen und damit für ein "Danke" nicht als wertvoll genug angesehen hat.

Anlässe zum "Danke-Sagen"

Die Anlässe fürs Danksagen gehen weit über den Dank für erhaltene Geschenke oder Unterlagen hinaus, z. B.

  • Dank für gute Wünsche (zu Prüfung, Präsentation, Kundengespräch, Geburtstag),
  • für die kleinen Gefälligkeiten,
  • für hilfreiche Auskünfte oder Informationen, für Recherchetipps (wo finde ich was am besten),
  • für ein interessantes Gespräch,
  • Kontaktvermittlung,
  • Weiterempfehlungen (denken Sie immer daran, dies ist nicht selbstverständlich, denn wer weiterempfiehlt, der steht auch ein bisschen selbst in der Verantwortung),
  • Einladungen,
  • Zusatzleistungen oder besonderen Service.

 

Und auch hier gilt: je konkreter der Dank, umso wirksamer: "Vielen Dank für/dass Sie .. So konnte ich/damit ist es gelungen .../dies hilft mir weiter weil ..."

 

Danken Sie auch für erhaltenes Feedback und Kritik.

 

Wer Feedback gibt, der zeigt Interesse. Und es gibt doch eigentlich nichts Schöneres, als dass jemand sich für Sie interessiert. Lassen Sie Ihre Abteilung, Ihren Betrieb, Ihr Unternehmen nicht zur Dankeswüste werden.

 

Praxistipps:

  • #1: Führen Sie doch z. B. zum Ende von Abteilungsmeetings, Montagsrunden etc. doch einfach eine abschließende Dankesrunde ein. Sie bietet für jeden, der möchte, die Gelegenheit, sich bei Kollegen für etwas zu bedanken, was dankenswert erscheint. Oder auf etwas hinzuweisen, was ihm „wertvoll“ war. So halten Sie Ihre Wertschätzungskultur lebendig. Wenn Sie als Sitzungsleiter dabei den Anfang machen, erleichtern Sie es den anderen Teilnehmern erheblich.
  • #2: Und zum Schluss sollten Sie nicht vergessen, auch manchmal einfach dafür zu danken, was „ist“. Denn: Wenn etwas erreicht ist, sehen Menschen meistens direkt wieder nach vorne, auf den nächsten Schritt, das „Noch-nicht-erreichte“. Dies hindert sie daran, das Erreichte selbst wertzuschätzen und dafür dankbar zu sein. Werten Sie das, wofür Sie dankbar sind, nicht gleich wieder ab, indem Sie es direkt mit etwas Negativem verbinden („ja, aber“, „danke, aber“). Sie nehmen damit dem Dank die Kraft.

So "animieren" Sie sich bewusster auf ein Danke zu achten

Ein solches "Animieren" (und damit auch "Trainieren" gelingt am Besten mit Fragen zur regelmäßigen Selbstreflexion. Denn irgendwann wird Ihr Gehirn genau dies im richtigen Moment wieder hervorholen.

  • Fragen Sie sich am Ende eines jeden Tages (oder Woche, viel länger sollten Sie aber nicht warten): Wofür sind Sie dem Kollegen, Mitarbeiter, Chef heute dankbar? Haben Sie die Dankbarkeit auch geäußert? Wenn nein, planen Sie, wann Sie dies nachholen, oder halten Sie sich zumindest eine „Dankbarkeitserinnerung“ fest. Wenn ja, gab es eine Reaktion auf Ihr „Danke“? Haben Sie das Gefühl, dass Ihr „Danke“ angekommen ist? Wenn nein, warum nicht? Was könnten Sie zukünftig besser machen?
  • Ist Ihr Dank wirklich echt: Wie oft oder in welchen Situationen danken Sie nur aufgrund des geheimen Wunsches noch mehr zu bekommen (sie instrumentarisieren Ihr Danke)? Was würden Sie denken, wenn jemand sich Ihnen gegenüber so verhält?
  • Wofür können Sie sich selbst heute dankbar sein? Was haben Sie heute für sich selbst Gutes getan? Stärken Sie auf diese Weise Ihren Selbstwert und Ihre Zufriedenheit.
  • Wofür können Ihre Mitarbeiter, Kollegen, Chefs Ihnen heute dankbar sein? Was haben Sie für diese Menschen heute Gutes getan? Was werden Sie morgen dafür tun?

Ein letzter Tipp zum Schluss: Machen Sie nicht den Fehler es jetzt (vielleicht sogar in guter Absicht) mit dem "Danken" zu übertreiben. Eine "Danke-Inflation" ist eher kontraproduktiv. Das ist wie bei zu viel oder unangemessem Lob. MItarbeiter haben sehr feine Antennen für so etwas.

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